Archiv für Mai 2009

Rede: Respekt vorm Theater

29. Mai 2009, Vincent

Diese Rede entstand Anfang des Jahres auf Notizzetteln für den Deutschunterricht. Ich habe sie jetzt verschriftlicht und möchte sie hier dokumentieren:

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Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, sehr geehrte Frau Reipert,

das Saallicht wird runter gefahren und man sitzt da in freudiger Erwartung der Vorstellung die man gleich zu sehen bekommt. Das ist ein Gefühl, das den Meisten hier im Raum durchaus bekannt sein dürfte. Aber es gibt Menschen die dies keineswegs teilen, Menschen die anscheinend nur den Beginn der Vorstellung abgewartet haben um hemmungslos zu quatschen. Ohne Rücksicht zu nehmen auf den Teil des Publikums der das Stück sehen will und auf die Theatermacher auf und hinter der Bühne. Gerade ehrenamtlichen SchauspielerInnen, z.B. in der Schotte wird dadurch die Motivation genommen.

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Warum (auch) junge Menschen in die Parlamente gehören

28. Mai 2009, Vincent

Letztens war ich auf eine Podiumsdiskussion der “Eurowahlgang” eingeladen. Ich war schon etwas früher da und saß schon auf dem mir zugeteilten Platz. Da fragte mich eine der Organisatorinnen, die später gekommen war und der ich deshalb nicht “Guten Tag” gessagt hatte:

Na, willst du dich auch mal wie ein Politiker fühlen?

Ich erklärte, dass ich der Politiker wäre der auf diesem Platz sitzen sollte… Die anschliessende Podiumsdiskussion lief ganz gut. Aber im Anschluss folgte wieder die Frage, die man sich als junger Politiker so oft anhören muss:

Bist du nicht viel zu jung um Politik zu machen/für XYZ zu kandidieren?

Nein!Bin ich nicht. Es braucht junge PolitikerInnen um…

  • gerade auch die Interessen jüngerer Menschen zu berücksichtigen
  • deren Positionen direkt in die Entscheidungsfindung mit einzubringen
  • Jugendlichen AnsprechpartnerInnen auf Augenhöhe zu bieten.

Junge PolitkerInnen haben in erster Linie nicht weniger, sondern andere Lebenserfahrung.

Livestream LDK Bündnis90/Die GRünen

16. Mai 2009, Vincent

Folter führt zur “Heiterkeit bei der CDU” – Panse wird zynischer

14. Mai 2009, Vincent

Über Michael ‘Jim’ Panse hab ja schon einmal gebloggt. Und vermutlich ist er dadurch auf mich aufmerksam geworden. Zumindest zitierte er mich 8.Mai in der Landtagsausprache zur Räumung des B-Hauses Erfurt meinen Blogeintrag  “Mein schlimmstes Ferienerlebnis – Wie ich die Räumung des besetzen Hauses erlebte”. Nicht etwa um sich damit auseinanderzusetzen und vielleicht einmal den Polizeieinsatz zu hinterfragen.

Nein, er macht sich darüber lustig und stellt es als Luxus dar nach 6 Stunden “Bus”fahrt zwei Becher Wasser (insgesamt 0,4 l – zum Vergleich: bei meinem Gewicht bräuchte ich 3 l Wasser pro Tag und war von 7.15 bis 22.45 in Gewahrsam…) zu bekommen. Panse stellt meinen Bericht als Abenteuergeschichte hin.

Das Verweigern von Trinkwasser während man in einem Bus in der Sonne sitzt ist das gezielte Zufügen von Qual, ganz klar mit dem Ziel die Blockierer gefügiger zu machen und ihnen grundsätzlich den zivilen Ungehorsam auszutreiben. Das ,Herr Panse, entspricht der Definition für Folter. Auch wenn es selbstverständlich schlimmere Formen gibt, muss auch schon hier eingeschritten werden. Und das mein Bericht bei ihnen und ihrer Partei zu Heiterkeit führt, zeigt nur wie zynisch und menschenverachtend sie sind.

So ist es dann auch nicht verwunderlich das die “Initiative “Pro Erfurt” für Michael Panse in den Stadtrat wirbt. Auch wenn sich dieser immer wieder distanziert, stimmt er doch in vielen entscheidenden Inhalten mit diesen überein.

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