Letztens war ich auf eine Podiumsdiskussion der “Eurowahlgang” eingeladen. Ich war schon etwas früher da und saß schon auf dem mir zugeteilten Platz. Da fragte mich eine der Organisatorinnen, die später gekommen war und der ich deshalb nicht “Guten Tag” gessagt hatte:
Na, willst du dich auch mal wie ein Politiker fühlen?
Ich erklärte, dass ich der Politiker wäre der auf diesem Platz sitzen sollte… Die anschliessende Podiumsdiskussion lief ganz gut. Aber im Anschluss folgte wieder die Frage, die man sich als junger Politiker so oft anhören muss:
Bist du nicht viel zu jung um Politik zu machen/für XYZ zu kandidieren?
Nein!Bin ich nicht. Es braucht junge PolitikerInnen um…
- gerade auch die Interessen jüngerer Menschen zu berücksichtigen
- deren Positionen direkt in die Entscheidungsfindung mit einzubringen
- Jugendlichen AnsprechpartnerInnen auf Augenhöhe zu bieten.
Junge PolitkerInnen haben in erster Linie nicht weniger, sondern andere Lebenserfahrung.

Lieber Herr Müller,natürlich sollten auch junge Menschen in Parlamenten vertreten sein. Diese sollte dann aber die kindlich-naive “ich bin gegen alles”-Phase überwunden haben (Was für ein Held; er hat Rotwein durch den Bundestag geschmuggelt!) Vielleicht wäre es auch nicht schlecht, schon einmal gearbeitet zu haben, damit man weiß, wie sich der Staat und damit auch z.B. Herrn Müllers Privatschulbesuch finanziert. Und negative Beispiele für junge Leute im Parlament gibt es ja in Thüringen. Da sind die ach so Oppositionellen Bärwolf und Hennig, deren kommunistische Kampfrhetorik Sie sich ja gern zu eigen machen. Diese beiden Abgeordneten der Stasipartei (können Sie nicht wissen, waren Sie noch nicht geboren)haben im Parlament nichts anderes zu tun, als unqulifiziert dazwischen zu rufen und (ja, wirklich) die Füße während der Sitzung auf die Bänke zu legen. Und was Sie hier an persönlichen Beleidigungen gegen Herrn Panse (man kann ja seine Auffassungen gut finden oder nicht) loslassen, zeugt von einem sehr geringen (Sozial)Intelligenzgrad bei Ihnen. Offensichtlich ist da was in der Erziehung falsch gelaufen. Aber man kann ja leicht reden, wenn man bisher alles vom Staat oder von Mama und Papa bezahlt bekommen hat (Privatschulbesuch gehört auch dazu). Also Herr Müller, wenn Sie Ihren kindliche Generaloppositionsphase überwunden haben, können Sie es ja nochmal versuchen. Bis dahin bewahre uns Gott vor solch einem Landtagsmitglied.
Werter Herr Reichmuth,
ich finde es traurig, dass Sie glauben ich betreibe eine “Gegen-Alles-Politik”. Es gibt viele Dinge für die ich bin: kostenlose Bildung, besserer ÖPNV, alternative Jugendzentren etc. “Rotwein durch den Bundestag schmuggeln”, macht mich nicht zum Helden, ist aber etwas das ich im Laufe meiner politischen Tätigkeit getan habe, und eine lustige/spannende Anekdote. Durch verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten und Praktika weiß ich Arbeit und deren WErt durchaus einzuschätzen. Außerdem ist eine politische Tätigkeit durchaus Arbeitsreich und ich möchte kein ewiger Berufspolitiker werden.
Das der Staat Bildung finanziert ist richtig und gut. Das mit Privatschulen auch verschiedene Bildungskonzepte gefördert werden ist auch wichtig. Auch wenn dort noch zuviel soziale SElektion herrscht.
Von Frau Hennig habe ich schon sehr gute Landtagsreden gelesen und bei dieser unsäglichen Debatte über das B-Haus in Erfurt hätte ich meine Füße auch gerne hochgelegt.
Das ich Herrn Panse auch gerne Jim nenne, hat mit seiner Art zu tun mit der er die Hausbesetzer und Blockierer vorm ehem. B-Haus in Erfurt und die Opfer von Polizeigewalt verhöhnt hat, eine Arroganz die mich wütend machte. Übrigens ist zur Leitung einer Schulthatergruppe (Sozial)intelligenz notwendig und die habe ich – wurde mir von verschiedenen LehrerInnen bestätigt.
Übringes politische Aktivität kostet Geld, deshalb habe auch ich schon gearbeitet und nicht etwa alles finanziert bekommen.
Landtagsmitglieder bestimmt übrigens nicht Gott, sondern der Wähler…